Öffnungszeiten:


Fr bis So 13.30 bis 17.30 Uhr

Eintritt:


3,- EUR / ermäßigt 2,- EUR
einschl. Heimatmuseum mit
Kunst und Kultur der Region
Schüler haben freien Eintritt

Museum im Kornhaus


Städtisches Museum Bad Waldsee

Sammlungen

 

Im 1. Obergeschoss befindet sich die ständige Sammlung über Kunst, Geschichte und Kultur der Stadt und der Region. Die Geschichte der Stadt wurde durch Ereignisse und Personen beeinflusst. Daraus ergibt sich die Gliederung der Ausstellung in die Themen- und Zeitabschnitte > Bürger - Adel - Kirche

 

 

 Bürger
Waldsee - Die Entwicklung einer Stadt.
 
Bilder und Urkunden belegen den Weg des kleinen Marktfleckens in Vorder-Österreich vom Lehnspfand der Waldburger zur Oberamtsstadt
im Königreich Württemberg.
 
Warum wohl wurde Waldsee damals unter den "Donaustädten" aufgeführt?
 
 
 
 

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  Fahne von Waldsee (ca 1730)
  Der Österreichische Doppeladler
  mit dem Waldseer Brustschild

  Adel

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Wolfegger Hausbuch - 
Ein "Bilderbuch"
über das Leben auf einer Ritterburg.

Die Waldburger
 
Die Geschichte dieses Adelsgeschlechtes ist mit der Stadt Waldsee eng verbunden. Eine Unterwerfungsurkunde erzählt von den vergeblichen Aufständen der Waldseer gegen die Lehnsherrschaft des Truchsessen
von Waldburg - Wolfegg - Waldsee.

 

 

 

 
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  Georg III. von Waldburg
  genannt: Der Bauernjörg
 
Georg III. von Waldburg 
 
wurde im Schloss in Waldsee geboren, genoss als Soldat und Offizier einen sehr guten Ruf und wurde 1525 vom Schwäbischen Bund - einer Vereinigung süddeutscher Adeliger, Städte und Bistümer - zum Feldherrn gegen den Bauern-Aufstand gewählt und besiegte in mehreren Schlachten die "Bauernhaufen".
 
Seine professionellen, gut bewaffneten Haudegen waren den ungeübten, notdürftig bewehrten Bauern überlegen
- siehe die ausgestellten Bauernwaffen -
 
 
 Kirche
 
Kirchen und Klöster - Äbte und Äbtissinnen -
Bischöfe und Fürstbischöfe
 
Die Kirche, die Religion bestimmten Politik, Kultur und den Alltag.
So sprechen diese Bilder bewusst von Macht und Einfluss.
Es ist interessant nachzuspüren, wieviel Klöster es um 1700 zwischen Bodensee und Rhein gab - und wieviel davon übrig geblieben sind!
Schätzen sie mal!
 
Eine Sammlung von Devotionalien zeugt von
starker Volksfrömmigkeit und Andenken an viele Wallfahrten.
 
 
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 Kaspar Kessler 1738-1793
Abt und Prälat des Waldseer
Augustiner Chorherrenstiftes

 

 
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"Elisabetha Bona" Die Selige Gute Beth
   
 Die Selige Gute Beth von Reute (1386 - 1420)
 
 Diese Waldseer Weberstochter wurde durch ihr   
 tiefgläubiges Leben in der damals noch kleinen 
 Kartause Reute zur leidenden Mystikerin. Sie erlitt   schließlich die Wundmale Christi und  wurde       1677 selig gesprochen.
 Bilder und die ersten Wallfahrtsandenken  erinnern an sie.

 

Kunst und Künstler durch die Jahrhunderte

 
Kunstwerke spiegeln stets den Lebensstil ihrer Entstehungszeit, sie sind Zeugnisse von der Art und Weise wie die Menschen zu der jeweiligen Zeit zu den Dingen standen, die über den Alltag hinaus gingen, sind also kurz: ein Spiegelbild der Zeitkultur und -Geschichte.
 
Das Museum im Kornhaus in Bad Waldsee ist in der glücklichen Lage, dass es von der Gotik bis in die Gegenwart Kunstwerke zeigen kann und dadurch der Besucher die Entwicklung der Kultur durch die Jahrhunderte und die Schönheit ihrer Kunstwerke nacherleben kann.
 
Der Glanzpunkt hierbei ist die reichhaltige Skulpturensammlung ZÜRN
 
Die Waldseer Bildhauerfamilie ZÜRN
 
gehörte mit ihren sechs begabten Söhnen zu den Wegbereitern des Barock von Oberschwaben aus
bis ins südliche Bayern und Österreich.
Die bedeutende Sammlung ihrer Werke in ihrer Heimatstadt Waldsee zeugt vom großartigen Können dieser Bildhauerfamilie.
 
 
 
 
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"Mutter Gottes"
 Hans Zürn d. J.
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"Thronender Christus"
Jörg Zürn
 
Durch großzügige Stiftungen ist die Sammlung zu einer der umfangreichsten im süddeutschen Raum geworden.
Seit 1. Juli 2013 ist dem entsprechend die gesamte Abteilung neu gestaltet worden.
Das nebenstehende Bild mag davon einen Einblick geben und zu einem lohnenden Besuch des Museums anregen.
 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Malerfamilie Lang aus Waldsee
ist mit einer Reihe von Pastell-Portraits der Biedermeierzeit vertreten
 
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Alouis Lang
Selbstportrait
 
 
 
 
Sohn & Söhne - Meister der Kleinplastikfiles/kornhaus/grafik/07Aerzte2E.jpg
 
Die Handwerker- und Künstlerfamilie aus Kümmerazhofen bei Waldsee/Reute schuf mit ihren Figurenserien beliebte Objekte der Biedermeierkultur.
Die bekannteste davon, der "Basler Totentanz", ist mit 42 Gruppen in seltener Vollständigkeit ausgestellt.
Angefangen hat die "Figurenmacherei" mit den Wallfahrtsandenken an die Gute Beth von Reute        Anton Sohn - Ärztestreit
und wurde damals zu einem Verkaufserfolg.               
 -                                                                                                                                                                       
Im 2. Obergeschoss
bietet das Museum einen Rückblick auf das Bürgerleben nach 1800
Es sind fast nostalgische Erinnerungen an die Zeit unserer Groß- und Urgroßeltern, an eine Zeit ohne große Hektik und als das Handwerk tatsächlich noch mit Handwerkszeug arbeitete, auch als Handwerk und Kunst oft geschwisterlich verwandt waren.
 
So sieht man Werke von Bürgern der Stadt - Der Besucher kann/soll selbst entscheiden: Waren es Künstler, Handwerker, Kunsthandwerker, Hobbykünstler? -
Die hohe Qualität lässt staunen!
 
Die Werkzeuge einiger "alter" Handwerke sind zu sehen - heute kaum noch benutzt oder mit Namen bekannt.
Was war ein "Seelenschießer" - was eine "Ahle" - was machte ein Böttcher - was ist ein Schneidersitz?
 
 
Die Sammlung zeigt einen kompletten Arbeitsplatz files/kornhaus/grafik/Handsatz1.jpg
eines Schriftsetzers, ein Geschenk der ehemaligen
Druckerei Liebel. Die Geräte wurden dort nicht mehr gebraucht.
Verdrängt von einer neuen Technik -
von welcher wohl?
 
 
 
 
 
Eine kleine Sammlung von Puppenstuben und -Küchen
spiegelt die Wohnwelt der damaligen Zeit wider, denn Kinder wollten, wie auch heute, die Erwachsenenwelt nachspielen. - Auch diese ein Stück Nostalgie.
 
 
 
files/kornhaus/grafik/Ebell13.jpgSchließlich ist in dieser letzten "Guten Stube" des Museum wie in einer "Schatzecke" die Erinnerung an einen Waldseer Künstler aus der jüngsten Zeit wach gehalten:
 
 
 
 
 
 
Paul Heinrich Ebell - Maler - Grafiker - Pädagoge (1908-1998) - Selbstbildnis 
 
 
 
 
Josef Krug-Waldsee - Komponist und Dirigent (1858-1915)
 
 
Hier ist  auch eine Erinnerung an den Waldseer Komponisten Josef Krug entstanden, der sich, einmal wohl zur Unterscheidung zu anderen "Krügen" aber auch aus Verehrung für seine Heimatstadt, mit dem Zusatznamen "Waldsee" bezeichnete.
Auch dieser begabte junge Mann musste, wie der Titel der Jubiläumsausstellung besagte " ...in die Welt hinaus" gehen, weil ihm die kleine, enge Stadt weder Ausbildung noch Wirkungsfeld boten.
Man kann einige Erinnerungsstücke sehen, aber auch einer Tonaufzeichnung von einigen Kompositionen dieses Spätromantikers zuhören.
 
Jeden Sonntag um 14:30 Uhr wird eine kostenlose Führung angeboten.
 
Wenn Sie weitere ausführlichere Informationen zu einigen Kunstwerken und Ausstellungsstücken interessieren, dann wählen Sie bitte im Internet das Museums-Portal
http://museum-digital.de/bawue/index.php?t=listen&type=3&instnr=106